So war 2025
von Susanne Oschinski

Was mich täglich zum Lachen bringt - obwohl ich doch öfter mit dem Tierheim drohen muss!
Ein Leben ohne Whippets kann ich mir einfach nicht vorstellen! Egal wieviel Arbeit es ist, wieviel Enttäuschung es in über 30 Jahre beim Züchten gab aber vor allem bei Menschen gab - sie haben alles wieder gut gemacht. Sie helfen sich aufs wesentliche zu konzentrieren - wenn man erstmal einen Schritt nach hinten getreten ist und sich die ganze Angelegenheit mal von außen betrachtet.
Züchten ist Liebe und Hingabe. Man muss viel Geld investieren. So leben wir in einem viel zu großem Haus mit einem viel zu großem Grundstück - nur für die Hunde. 2 Waschmaschinen, 2 Trockner, wie ein chinesischer Waschsalon an manchen Tagen. Eine Stromrechnung wie ein 6 Personenhaushalt. Die Gemeinde rief mich an und fragte, ob wir vielleicht ein Leck in der Leitung haben, - nein wir haben nur viele Hunde, für die wir auch ordentlich unsere Hundesteuer bezahlen.
Jede Menge Halsbänder, Hundemäntel, Hundekörbe, damit die Herrschaften gut ausgestattet sind.
Keiner sieht die unendliche Traurigkeit, wenn uns einer der Hunde verlässt, es bricht mir jedes Mal das Herz - die Leute sagen: Ihr habt doch so viele - ja! Aber jeder ist besonders. Wenn ein Welpe stirbt, kommt man fast mit um; als unsere Hündin mit Welpen gestorben ist wollte ich auch nicht mehr leben und weiter machen. Es tat so weh.
Vielmehr als die Reaktionen der Menschen, denen man über Jahre geholfen hat, die besondere Hunde zur Zucht von uns bekommen haben und diese dann in Kleinanzeigen weiterverkauften, oder die, die wir über Jahre bei den Ausstellungen begleitet haben und uns dann plötzlich nicht mehr kannten.
Egal, unsere Hunde haben uns begleitet und werden die hoffentlich noch ein wenig tun. Es sollte eigentlich noch kein Resümee 2025 werden, aber das ist es wohl doch irgendwie geworden. 2025 war schwer - gesundheitlich hat es uns einiges abverlangt - Danke an die, die für uns da waren.
Der Höhepunkt war unser Zwingerfest - und all die lieben Menschen zusehen und die vielen Whipcats.

Aber wie heißt es: "Versuche gar nicht erst, in Würde zu altern. Altere in Unfug, Kühnheit und mit einer guten Geschichte im Gepäck."
Also weiter gehts in 2026 - wir sehen uns!