Mr Sandman im Glück

11. Juni 2012

Der kleine Sandman hat eine super nette Familie, er berichtet:

Hallo Susanne & Hans-Joachim,

 

ich bin gerade eingeschlafen, da dachte ich, ich berichte euch mal von meiner spannenden Zeit mit Silke (Mami) und Patrick (Papi):

Als wir gestern losgefahren sind, habe ich mich auf die Autofahrt gefreut, der Wagen ist ganz o.k., gefällt mir. Nach den ersten Kurven ist mir dann plötzlich die Spucke im Mäulchen zusammengelaufen…und dann dieses komische Gefühl im Bäuchlein: mir war soooo schlecht!!! Nachdem ich gebrochen habe, haben wir angehalten und sind ein paar Schritte gelaufen: das war toll! Das gleiche hat sich dann wiederholt und bei unserem nächsten Stopp ist dann Papi gefahren: dann war alles gut: ich habe mein Köpfchen auf Mamis Herz gelegt und schwups waren wir zuhause.

Toll ist es hier: der Hof ist schön groß und es gibt ganz viele Blümchen zum anknabbern. Die sind bestimmt alle für mich: Mami läuft immer hinterher und sagt immer „nein…nein“. Aber richtig gut finde ich es drinnen im Haus: nicht schlecht, die Hütte: 200 m² zum Spielen und Toben, mit ganz vielen Knuddelplätzen, echt klasse!

Gestern habe ich mich von meiner besten Seite gezeigt, ich dachte, das ist strategisch klug. Ich bin sogar zum Pipi machen ganz alleine raus in den Hof: das hat beeindruckt! Nachdem ich mir den Bauch vollgeschlagen habe hat es dann gedrückt und beim Stinkern wollte ich mir nicht zugucken lassen. Ich habe mir das Esszimmer ausgesucht und habe den Moment abgewartet, als mich beide kurz aus den Augen gelassen haben: jetzt oder nie! Es hat geklappt: er war gerade rausgedrückt da war Mami schon da und hat geschimpft (aber nicht wirklich ernst, das habe ich gespürt). Das muss ich nochmals ausprobieren, unbedingt!

Mit Papi habe ich dann auf der Couch gechillt: Das Sofa ist extra-large: meins! Nach dem Mittagsschläfchen haben wir dann in der Küche gekocht: ich durfte eine Mini-Tomate essen, ganz im englischen Stil: Papa hält die Tomate, ich schlecke ganz Zart Körnchen für Körnchen raus und dann schluzere ich den Rest auf, hhhhmmmm, lecker! Mami macht immer so, als wäre sie eine Strenge, das fand sie auch wieder nicht so gut, sie hat aber nicht geschimpft, also alles nur geblufft!

Weil ich nur ganz kurz geschlafen habe und total munter war, haben die Beiden beschlossen, am ersten Tag keinen Spaziergang zu machen, es seien genügend Eindrücke für mich. Außerdem war noch Baden angesagt, das sei ja auch noch anstrengend genug. Gesagt – getan: ab ins Bad: überraschenderweise hat mir das auch sehr gut gefallen, ich habe mich schon aufs Schampo gefreut, ich wurde aber nur mit warmem Wasser abgebraust, damit es nicht soviel wird für mich: Schade, vielleicht beim nächsten mal. Irgendwie hat die Dusche alle Energien in mir geweckt, ich habe mir das Bett als Rennbahn ausgesucht und habe mal gezeigt was ich kann: gewetzt, geflitzt, gerutscht, gerollt, wieder geflitzt gegraben, gekratzt, geflitzt gedrudelt und einmal gebellt.

Dann war ich schlagartig müde. Ich hätte am liebsten die ganze Nacht durchgeknuddelt aber Mami ist 2 mal mit mir aufgestanden und ich habe ganz schlaftrunken meine Pipis im Hof gemacht.

Heute morgen war sie ganz stolz, da ich schon so sauber bin: Omi und Opi haben mich heute morgen auch schon besucht, ich hab sie ganz doll begrüßt, die haben sich vielleicht gefreut. Ich habe heute morgen richtig viel gefuttert und dann einen dicken Stinker in den Hof gemacht. Dann war Haushaltsprogramm angesagt: Wäsche waschen, bügeln und die Fön- und Staubsauger-Vorführung: das hat mich eher kalt gelassen, war irgendwie doof!

Dann hab ich mal mein Revier markiert: Mami hat mir quasi hinterher geputzt, ich hab sie beobachtet: sie hat alle meine Bächlein im Haus weggemacht. Tja, man soll hat nicht zu früh gleich so stolz sein.

Da ab Montag wieder Motorräder zur Reparatur gebracht werden, ist Mami mal eine Zeit mit ihrem Helm durch die Gegend gelaufen: sie hat gedacht, ich hab Angst: hab ich aber nicht, das sieht eher lustig aus. Aber als Papi sein Motorrad angemacht hat und Mami mich dabei auf dem Arm hatte, da hat mein Herzchen ganz schnell geschlagen: das hat mich echt gegruselt: hoffentlich üben wir das nicht nochmal (ich befürchte doch!). Naja, jetzt wird wieder gekocht und später machen wir dann unseren ersten gemeinsamen Spaziergang. Ist bestimmt aufregend, denn wir müssen erst durch den Ort, bevor wir am Feld sind. Mal gespannt, was heute noch so alles passiert! Mami will auch noch was schreiben…bis bald…Küsschen vom Sandmännchen.

 

2 Kommentare zu “Mr Sandman im Glück”

  1. Franziska Stadler schrieb, am 12. Juni 2012 um 12:03 Uhr:

    Hallo Sandmann,
    was für ein Glück für dich so einen schönen Platz gefunden zu haben, siehst auch wunderhübsch aus und deine Eltern werden dir alles verzeihen, weil wenn mal man so ein
    Kerlchen zu Hause hat, sieht man die Welt gleich mit anderen Augen.
    Ging mir auch so ( wurde unfreiwillig Mama von Vito ( Hernandos Hideway ) Studentenhund mit mittlerweile Dauerpension bei der Mutter ) und jetzt würde ich den Jungen nie nie wieder hergeben.
    Viel Glück weiterhin mit deinem neuen Heim

    Liebe grüße

    Franziska

  2. Annette & Co. schrieb, am 12. Juni 2012 um 22:00 Uhr:

    … wie süß … Sandmännchen sollte ein Buch schreiben 😉

    VG und weiter so 🙂

Schreibe einen Kommentar: